Alpenüberquerung

Ein echtes Abenteuer war ein Projekt der Montessorischule Rhön/Saale.  Am Sonntag den 16.07. kehrten 17 Schüler und Schülerinnen von ihrer Überquerung der Alpen von Deutschland nach Italien zurück.

 

Teilnehmen durften Schüler der 7. und 8. Jahrgangsstufe. Bereits im Mai konnten die Teilnehmer bei einer Probewanderung durch die Rhön ihr Durchhaltevermögen und ihre Ausrüstung testen. Durch einen Infoabend zu Beginn des Schuljahres wurde das Projekt den interessierten Eltern vorgestellt und Fragen zu Ablauf, Ausrüstung usw. geklärt. Die Schüler erwirtschafteten selbstständig durch Pausenhofverkauf und Teilnahme an einem Weihnachtsmarkt  bereits  einen Teil der benötigten Finanzen. Auch inhaltlich bereiteten die Schüler sich zum Thema Alpen vor und hielten auf den Hütten oder während der Wanderpausen interessante Referate beispielsweise über Vegetationszonen, den Ötzi oder zur Entstehung der Alpen.

Aufgebrochen war die Gruppe von 8 Mädchen und 9 Jungen am 09.07. in Oberstdorf und erreichte ihr Ziel in Meran am 16.07. Dazwischen lag eine Wegstrecke voller Strapazen, zermürbender Auf- und Abstiege, Wanderungen durch Gewitter aber auch atemberaubender Ausblicke in strahlenden Sonnenschein und Bäder im eiskalten Bergsee.  Der 1. Tag führte die Wanderer von Oberstdorf durch die Spielmannsau hinauf zur Kemptener Hütte. Am nächsten Morgen überquerten sie die Grenze nach Österreich und stiegen ins Lechtal nach Holzgau ab. Vorher überquerten sie noch eine der höchsten und längsten Hängebrücken in Österreich. Vom Lechtal führte sie die Wanderung ins Madautal, wo sie in einem abgelegenen Berggasthof übernachteten, um am darauffolgenden Tag  durch das Alperschontal und  über das Flarschjoch zur Ansbacher Hütte zu gelangen. Von hier schauten die Schüler bereits ins Inntal, in das sie am nächsten Tag abstiegen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ging es dann ins Ötztal, wo sie auf der Bielefelder Hütte übernachteten. Die nächste Etappe führte sie das Timmelsjoch hinauf und nach Moos in Südtirol hinunter. Die letzte Wanderung führte die Gruppe durch die Passer Schlucht von Moos nach St. Leonhard. Insgesamt legten die Schuler etwa 3500 Höhenmeter im Aufstieg und 4500 Höhenmeter im Abstieg zuruck. Den Abschluss Ihrer Überquerung zelebrierte die Gruppe dann in Meran.

Die Schüler trugen auf der gesamten Strecke ihr vollständiges Gepäck (ca. 8 kg). Bei den Übernachtungen in Matratzenlagern hatten die Schüler gelernt, auf gewohnten Komfort zu verzichten. Auf einigen Hütten gab es nur kaltes Wasser. Dementsprechend wurden dann am Ende der Reise 5-Bettzimmer mit warmer Dusche als ausgesprochener Luxus empfunden.

Es ist nun bereits das vierte Mal, dass die Schule eine Alpenüberquerung unternimmt. Entstanden war die Idee bei der Suche nach Möglichkeiten, in denen sich Jugendliche auch außerhalb der Schule bewähren, hierbei eigene Fähigkeiten anwenden, persönliche Grenzen ausloten und vor allen Dingen die Zusammenarbeit im Team üben. Die Jugendlichen  sollen Gelegenheit haben, sich „auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden“ an echten Herausforderungen zu beweisen.

Bei ihrem Abschluss-Fazit sind sich die Schüler einig. Trotz aller Anstrengungen und Entbehrungen waren sie begeistert über das Projekt. Neben ihrem Stolz über die persönliche Leistung stellen sie  den Erfolg als Gruppe in den Vordergrund.  Schließlich waren  trotz aller individuellen Unterschiede  alle 17 Teilnehmer gemeinsam am Samstag in Meran angekommen. Dies war nur durch den Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung  in der Gruppe gelungen.

 

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