Schulkonzept

 

Informationen zur

 

 

in Sandberg 

 

Integrative Schule mit

ganztägigem Schulkonzept

nach Maria Montessori

 

 Stand Januar 2013

 

 

 

 1. Pädagogik und Ziele

 

Maria Montessori und ihre Pädagogik

 

Maria Montessori, 1870 in Italien geboren, studierte als erste Frau Italiens Medizin und engagierte sich für Frauenemanzipation und Sozialreformen. Während ihrer Tätigkeit als Ärztin mit behinderten Kindern wuchs ihr Interesse an der Pädagogik. Die von ihr entwickelte Methode zur Erziehung und Unterrichtung stützt sich auf genaue Beobachtungen der kindlichen Entwicklung, auch der gesunder Kinder.

Maria Montessoris christliche Grundhaltung und Lebenseinstellung prägte ihren Blick auf das Kind. Zum ersten Mal wurde es als eigenständige Persönlichkeit mit ernst zunehmenden Wünschen wahrgenommen, woraus sie auch Rechte ableitete, z.B. das Recht auf Bildung unabhängig von sozialer Zugehörigkeit oder Leistungsmöglichkeit.

Was später weltweit als „Montessori-Pädagogik“ bekannt wurde, ist daher nicht als reine Theorie, sondern als eines aus der Erfahrung mit Kindern aller Leistungsstufen entstandenes, dynamisches Konzept zu verstehen. Es schließt somit auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus Pädagogik und Psychologie nicht aus.

Das Ziel der Montessori-Pädagogik ist ein verständnisvoller Umgang zwischen Erwachsenen und Kindern. Dabei stehen die besonderen Bedürfnisse der Kinder und die Erziehung zur Selbstständigkeit im Mittelpunkt. Der Erwachsene fungiert als Mittler und Moderator zwischen zu Entdeckendem / zu Lernendem und dem wissbegierigen Kind.

 

Vorwort

 

Der Montessori Förderverein wurde von Eltern am 27.06.2003 in Bad Neustadt gegründet. Die Fördergemeinschaft steht in enger Verbindung mit den dort angeschlossenen Montessori-Trägervereinen. Dies ist ein Qualitätsmerkmal und die Voraussetzung dafür, pädagogische Einrichtungen nach Maria Montessori gründen zu können.

Eine integrative Schule, die allen Leistungsstufen von Kindern gerecht werden will, braucht eine Lernumgebung, die ganz individuell auf Kinder eingehen kann. Die Erwartungen der Eltern, die sich in einer Initiative engagiert haben, u.a. sensibilisiert durch die Ergebnisse der PISA-Studie und die Erkenntnisse der Hochbegabtenförderung, sowie durch die Forderung nach Behindertenintegration, sehen sich in dem individualisierten und ganzheitlichen Pädagogikansatz von Maria Montessori erfüllt. Durch die Individualisierung des Leistungstempos und des Leistungsniveaus wird Kindern aller Leistungsstufen Lernen ermöglicht.

Das ganztägige Schulkonzept gibt einen zeitlichen Rahmen vor, der u.a. sowohl zur Erledigung der Hausaufgaben, als auch zur Realisierung zeitlich aufwendiger Projekte genutzt werden kann. Auch am Nachmittag findet Unterricht nach Lehrplan statt, so dass die Nachmittage nicht als bloßes Betreuungsangebot zu verstehen sind.

 

Ziel des Montessori Fördervereines Rhoen-Saale e.V.

 

Der Verein verfolgt das Ziel, für die Förderung und Trägerschaft einer Schule nach Maria Montessori die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen und die dafür erforderlichen Mittel bereitzustellen. Er ist somit für die wirtschaftliche, sachliche und personelle Ausstattung der Schule verantwortlich. Die Schule wurde im Sinne der geltenden gesetzlichen Bestimmungen gegründet und wird mit Hilfe von öffentlichen Förderungen und eigenen finanziellen Mitteln betrieben.

Mit der Schulgründung wollte der Verein Eltern eine zusätzliche Entscheidungsmöglichkeit bieten und die bereits existierende Schullandschaft um eine weitere Alternative im Lernangebot erweitern. Später können auch andere pädagogische Einrichtungen nach Maria Montessori folgen (Satzung §2).

 

Aufgaben und Auftrag der Montessori Schule Rhön-Saale

 

Die Montessori Schule Rhön-Saale orientiert sich an den obersten Bildungs- und Erziehungszielen für bayerische Schulen auf der Grundlage des Art. 131 der Verfassung des Freistaates Bayern und des Art. 1 BayEUG. Die staatliche Schulaufsicht wird von der Regierung von Unterfranken ausgeübt.

Maria Montessoris Erziehungskonzept liegt die Überzeugung zugrunde, dass jeder Mensch von Anfang an individuell unterschiedliche Anlagen mitbringt, die es ebenso individuell zu aktivieren und zu motivieren gilt. Dies geschieht mit Hilfe von ausgewählten Materialien und Unterrichtsformen in einer konzentrierten Auseinandersetzung mit Dingen und Personen der Umgebung. Der Lehrer ist Mittler zwischen Lernstoff und Kind und hilft so, den Aufbau einer selbstständigen und eigenverantwortlichen Persönlichkeit zu ermöglichen.

 

Methodisch werden die Prinzipien der Montessori-Pädagogik angewandt:

 

  • in der Freiarbeit
  • im Gebundenem Unterricht
  • im Fachunterricht
  • in Projekten
  • einschl. Unterrichtsgängen, Schullandheimaufenthalten.

Während der Freiarbeit, der eine große Bedeutung beigemessen wird, entscheidet das Kind über das Thema und die Sozialform (Partner- o. Einzelarbeit) zur Vertiefung bzw. Weiterführung des Lernstoffes. Dabei ist es wichtig, dass aufgestellte Regeln und die vorhandenen Ordnungssysteme vom Kind respektiert werden.

Die Weiterentwicklung des pädagogischen Konzeptes bleibt eine ständige Aufgabe des Lehrerteams und des Vereinsvorstandes und soll stets neue wissenschaftliche Erkenntnisse in die Überlegungen mit einbeziehen.

 

Lernbereiche und Lernziele

 

Die Lernbereiche und Lernziele orientieren sich am Amtlichen Lehrplan für die Grund- und Hauptschule in Bayern. In den Lernbereichen der Montessori Schule finden sich alle Lernbereiche und Fächer der Regelgrund- und Hauptschule wieder.

Darüber hinaus wird der kosmischen Erziehung, dem Sinnesmaterial und den Übungen des täglichen Lebens ein besonderer Stellenwert beigemessen. Die Naturerfahrung wird im pädagogischen Konzept als Schwerpunkt bewertet.

 

Leistungserhebung

 

Es wird auf eine Benotung von Leistung in Form von Ziffernzensuren, die alle Kinder einer Jahrgangsstufe zu einem bestimmten Zeitpunkt bewertet, bewusst verzichtet. Stattdessen wird mit jedem Kind und der Lehrkraft gemeinsam ein „Pensenbuch“ geführt, aus dem seine Fortschritte wie Defizite hervorgehen. Dies erlaubt eine Einschätzung, wenn ein Übertritt an eine andere Schulart oder eine Regelschule erfolgen soll. In diesem Fall wird auf Wunsch neben einem ausführlichen Wortgutachten eine Ziffernbenotung in Form eines Zeugnisses ausgestellt. Daneben findet zum Halbjahr ein verpflichtendes Zeugnisgespräch mit jedem Kind und seinen Eltern statt, in dem das Kind ein Material vorführt und gemeinsam Lern- und Entwicklungsziele reflektiert und neu erarbeitet werden.

 

Schlussbemerkungen

 

Für eine erfolgreiche Arbeit unseres Vereins sind finanzielle Zuwendungen unerlässlich. Die Gestaltung einer Schule erfordert viel Arbeit auf verschiedenen Ebenen. Nicht nur die konzeptionelle, sondern auch die praktische Arbeit muss getan werden. Für jegliche Unterstützung von Ihrer Seite sind wir dankbar.

 


2. Wichtige Schulinformationen

 

Was kennzeichnet die Montessori Schule Rhön-Saale?

 

Unsere Schule ist eine „Schule in freier Trägerschaft“. Der Träger ist der Montessori Förderverein Rhoen-Saale e.V. und somit vorrangig für alle Personal- und Finanzbelange zuständig. Unsere Schule ist als „öffentliche Schule“ von der Regierung Unterfranken anerkannt und genehmigt. Vorausgesetzt wird u.a., dass der „Amtliche bayerische Lehrplan für Grund- und Hauptschulen“ mit seinen Lerninhalten an unserer Schule umgesetzt wird.

Die Art, wie diese Lerninhalte vermittelt werden (Didaktik), erfolgt nach dem Unterrichtsprinzip der Montessori-Pädagogik (vgl. Pädagogisches Konzept). Nach den vier Jahren Grundschulzeit ist den Kindern bei entsprechendem Leistungsstand ein Übertritt an eine Realschule oder Gymnasium möglich, wenn sie nicht in der Sekundarstufe unserer Montessori Schule (bis einschließlich 10. Klasse möglich) verbleiben.

Für alle Schulen in „freier Trägerschaft“ gilt, dass die Schulabgänger am Probeunterricht oder anderen Leistungsprüfungsverfahren der weiterführenden Schulen teilnehmen.

Besonders kennzeichnend ist unser ganztägiges Schulkonzept mit integrativem Ansatz, in dem in jahrgangsgemischten Klassen unterrichtet wird. Dieses Konzept beinhaltet keine bloße Mittagsbetreuung bzw. Nachmittagsbetreuung, sondern ist so angelegt, dass auch am Nachmittag Unterricht, Unterrichtsgänge, Sport, Fachunterricht oder Projekte laufen. Die Schüler werden mit einem Mittagessen versorgt. Verpflichtende Hausaufgaben gibt es in der Regel keine, die Kinder setzen aber immer wieder freiwillig zu Hause Aufgaben aus der Schule fort oder vertiefen sie.

 

 Welche Kinder können die Schule besuchen?

 

Grundsätzlich können alle Kinder die Grundschule besuchen, die die Befähigung dazu mitbringen, wobei das Alter eine eher untergeordnete Rolle spielt (betr. vorzeitig eingeschulte Kinder ebenso, wie später eingeschulte). In Einzelfällen können noch Absprache auch Quereinsteiger aufgenommen werden. Bei Besonderheiten bitten wir um Rücksprache mit den Pädagogen und dem Vorstand.

 

Wer unterrichtet die Kinder?

 

Grundvoraussetzung dafür, in einer „öffentlichen Schule“ zu unterrichten, ist die staatliche Anerkennung des Staatsexamens für die Grund- und Hauptschulen in Bayern durch die Regierung Unterfranken.

Darüber hinaus wird von dem Trägerverein, in Übereinstimmung mit den Montessori-Landesverbänden in Deutschland, als Zusatzqualifikation das Montessori-Diplom verlangt. Dieses kann auch berufsbegleitend erworben werden.

Auch die Lehrassistenten, die die Lehrer und Kinder unterstützen, müssen über das Montessori-Diplom verfügen (auch hier die Möglichkeit, es berufsbegleitend zu erwerben). Zusätzlich sollen sie bereits über Erfahrungen im Bereich kindliche Erziehung, Förderung o.ä. verfügen.

 

Wie kommt mein Kind zur Schule?

 

Aufgrund der guten und konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Rhön-Grabfeld, werden größtenteils ÖPNV Buslinien genutzt.

D.h. die Schüler können über Monatskarten die öffentlichen Busse des Landkreises nutzen. Darüber hinaus werden auch private Buslinien eingesetzt. Dabei ist es notwendig sein, dass Eltern zumutbare Anfahrten zu Haltestellen übernehmen.

 

Was kostet die Schule?

 

Laufende Leistungen ab 01.09.2010

mtl. Schulgeld Staffelung

für das erste Kind

für jedes weitere Kind

Sozialbeitrag auf Antrag

 

130,00 €

100,00 €

75,00 €

mtl. Essensgeld

30,00 €/35,00 €

Jahresmitgliedsbeitrag des Vereins

50,00 €

Einmalige Leistungen

einmaliges, zinsloses Elterndarlehen

bei Schuleintritt

1000,00 €

 

Schlussgedanken

 

Wir wünschen Ihren Kindern eine freudige und erfolgreiche Zeit in unserer Schule. Dabei ist es notwendig auch Sie, liebe Eltern, in die Gestaltung des Schulalltages mit einzubeziehen. Erst, wenn alle mitwirken, wird aus einer Schule – „UNSERE SCHULE“!

 

In diesem Sinne herzlichst

Ihr Vorstand und das pädagogische Team

 

 

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