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Historie des Vereins

 

Vereinsgründung

 

Am 27.06.2003 wurde der „Montessori-Förderverein Rhön-Saale“ durch engagierte Eltern, die für ihre Kinder eine andere Art von Schule wünschten, gegründet mit dem Ziel, eine öffentlich anerkannte Grundschule in privater Trägerschaft zu gründen, die Kindern aller Leistungsstufen eine Möglichkeit zum angstfreien Lernen bietet. Gründungsmitglied und bis heute Vorstandsvorsitzende war und ist Sandra Frischke.

Seit der Gründung im Juni 2003 vergingen 13 Monate der intensiven Vorbereitungen. Gemeinsam mit weiteren aktiven Eltern und durch die enge Zusammenarbeit mit den Vertretern der Regierung Unterfrankens und den hiesigen, zuständigen Amtsvertretern konnten die für das Genehmigungsverfahren notwendigen Vorarbeiten geleistet werden.

Herr Habermann als zuständiger Landrat unterstrich durch seine Teilnahme an unserer ersten Veranstaltung in Bischofsheim sein Interesse und sagte seine tatkräftige Unterstützung bezüglich des geplanten Aufbaus einer Montessori Grundschule im Landkreis zu. Von Beginn an stießen unsere vielfältigen Informationsveranstaltungen bei der Bevölkerung im Landkreis Rhön-Grabfeld und im Raum Bad Kissingen auf offene Ohren. Es wurde rege diskutiert, Probleme erörtert und gelöst sowie ein Konzept erstellt.

 

Die Vorbereitung der Schuleröffnung

 

Zunächst erfolgte eine an den gesetzlichen Vorgaben orientierte Auswahl des Standortes. Die Wahl fiel auf Sandberg, welches durch seine Lage einen großen Einzugsbereich abdecken kann. Beachtet werden musste auch die Grenze zum Einzugsbereich der Schweinfurter Montessori-Schule.

Nach Besichtigung des Gebäudes sowie der für unsere Zwecke traumhaften Umgebung wurde in Zusammenarbeit mit dem Sandberger Gemeinderat der für beide Seiten wichtige Entschluss gefasst, die aufgrund der immer weiter sinkenden Schülerzahlen bald leerstehenden Räumlichkeiten der Sandberger Hauptschule an die zukünftige Montessori Grundschule zu vermieten.

Mit Unterstützung fleißiger Eltern wurden die Räumlichkeiten hergerichtet und den besonderen Erfordernissen der Arbeit nach Maria Montessori angepasst. Auch die Materialien wurden z.T. in sorgsamer Kleinarbeit gemeinsam mit den überaus engagierten Eltern soweit wie möglich hergestellt.

Nach Ablauf der Frist zur Schulanmeldung und der Genehmigung des Schulbetriebes durch die Regierung Unterfranken im März 2004 stellte sich nicht mehr die Frage, ob wir die Schule eröffnen können. Durch die Menge der Anmeldungen mussten wir die Entscheidung treffen, ob wir mit einer oder gleich zwei Klassen starten.

In einem Probeunterricht konnten sich die 66 angemeldeten Kinder einen ersten Eindruck vom zukünftigen Schulablauf und den sie begleitenden Pädagogen machen und umgekehrt. Anschließend konnten wir die Bildung von 2 Klassen mit jeweils 24 Schülern bestätigen.

Die Suche nach geeigneten Pädagogen konnte zu Beginn des Jahres erfolgreich abgeschlossen werden. Das Team setzte sich zusammen aus zwei staatlich anerkannten Grundschullehrerinnen sowie einer Heilpädagogin und einer Erzieherin. Alle hatten bereits Montessori-Erfahrung oder sogar das Montessori-Diplom.
Neben der konzeptionellen musste auch die praktische Arbeit in Angriff genommen werden. So zum Beispiel die Beförderung der Schüler. Diese bedeutete und bedeutet noch immer einen hohen finanziellen und logistischen Aufwand.

Trotz allem wurde unsere Hoffnung zur Realität: die geplante Montessori-Grundschule „Kinderkram“ ging im September 2004 mit zwei jahrgangsgemischten Klassen an den Start!

Die bewährte Konzeptumsetzung und Schulorganisation an anderen bereits seit Jahren erfolgreich tätigen Montessori-Schulen ermöglichten uns, von deren Erfahrungen zu profitieren. Unsere kollegialen Kontakte zum Montessori Landesverband und zu anderen Montessori Schulen in Bayern sorgten für einen regen Austausch und führten zu effizienten Planungen unserer weiteren Arbeit.

Gleichzeitig wurde durch die Mitgliedschaft im Montessori-Landesverband Bayern die Qualität der Montessori-Pädagogik gesichert.

Der Aufbau einer Schule erforderte viel ehrenamtliche und unentgeltliche Arbeit auf verschiedenen Ebenen. Trotzdem wäre sie gerade in der Anfangszeit ohne die Unterstützung durch Spenden nicht möglich gewesen.

 

Die weiteren Jahre

 

Das Interesse an unserer Schule nahm in den nächsten Jahren zu, so dass wir in den nächsten beiden Schuljahren jeweils eine weitere Grundschulklasse eröffneten und sich somit auch der Kreis der Pädagogen vergrößerte.

Da Kinder wachsen und älter werden war bereits ein Jahr später (2007/08) eine weiterführende Klasse geplant und umgesetzt.

Das Erfolgskonzept unserer Schule führte dazu, dass heute insgesamt 9 altersgemischte Klassen von der 1.- 10. Jahrgangsstufe in Sandberg von insgesamt fast 40 Pädagogen unterrichtet werden. Dazu kommen das Personal in der Küche sowie dem Sekretariat.

Wir wünschen unserer Schule, dass sie weiter Kinder und Eltern begeistert, so dass der Geist Maria Montessoris, ihre Ideen, Gedanken, Konzepte fortgeführt werden.